Der große Schweizer Sennenhund 

Herkunft und Geschichtliches  

Im Jahr 1908 entdeckte der Schweizer Kynologe Albert Heim auf einer Ausstellung einen grossen Berner Sennenhund mit kurzem Haar. Er erkannte darin eine eigene Rasse und gab ihr den Namen „Grosser Schweizer Sennenhund“ [1].

Vielfach wird in der gängigen Literatur eine Herkunft angenommen, die bei den Tibetanischen Doggen beginnt und bei den römischen Molossern endet; alles hat einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standgehalten. Grund für diese Behauptung war die Mode um die Wende zum 20. Jahrhundert, jahrhundertealte Stammbäume zu erstellen. Archäologische Funde zeigen, dass es seit etwa 4000 v. Chr. Hunde auf Schweizer Gebiet gab und dass diese schon um 1000 bis 600 v. Chr. Sennhundgrösse erreichten. [2]

Beschreibung  

Grosse Schweizer Sennenhunde sind mit ihrer Grösse von bis zu 72 cm und einem Gewicht von bis zu 60 kg grosse, kräftige Hunde von schwarzer Grundfarbe mit braunroten (auch Brand genannt) und weissen Abzeichen (an der Schnauze, den Pfoten, der Brust und Schwanzspitze) und einem Fell aus kurzen bis mittellangen Grannen (Oberhaar) und einer weichen Unterwolle (Unterhaar). Diese Fellart wird auch Stockhaar genannt. Die Farbe und Abzeichen sind bei allen vier Sennenhundrassen gleich. Der Grosse Schweizer Sennenhund ist etwas grösser als der Berner Sennenhund (und damit der grösste der vier Sennenhundrassen); beide Rassen sind aber leicht zu unterscheiden, da der Grosse Schweizer Sennenhund im Gegensatz zum Berner Sennenhund ein kurzes Fell besitzt. Er hat einen grossen, wuchtigen Kopf, mit leicht ausgeprägtem Stop. Die Augen sind braun, durch die Abzeichen über den Augen entsteht der Eindruck von sogenannten "doppelten Augen". Die Ohren sind dreieckig und mittelgross. Sie hängen in der Ruhe flach am Kopf und werden bei Aufmerksamkeit nach vorne gedreht. Die Brust ist tief und breit, die Rute schwer und wird im entspannten Zustand hängend getragen, oft mit weisser Spitze.

Verwendung  

Er ist ein klassischer Haus- und Hofhund, verträgt sich meist sehr gut mit Kindern und anderen Tieren (auch Katzen, Klein- und Federvieh). Er ist sehr wachsam und „meldet“ Besucher, ist hierbei aber kein grosser „Kläffer“, sondern eher ruhig. Da er sehr menschenbezogen und anhänglich ist, sollte man ihn auch nicht im Zwinger halten. Früher wurde er als Karrenhund eingesetzt, er lässt sich daher auch gut trainieren, um Schlitten oder Wagen zu ziehen. Er ist insgesamt sehr lernwillig und benötigt Beschäftigung.

Gesundheit  

Grosse Schweizer Sennenhunde sind - wenn sie aus einer guten Zucht stammen - sehr robuste und gesunde Hunde. Wie bei allen grossen Hunderassen besteht jedoch eine gewisse Anfälligkeit für Gelenkprobleme (besonders HD, Hüftgelenksdysplasie) und Magendrehung. Vereinzelt tritt auch Epilepsie auf.

 

Quelle: Wikipedia 

 

 

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